Religionsgeschichte

Von Göttern zu Monstern: Wie Religionen alte Gottheiten dämonisierten

Ritueller Kreis: Schauplatz verdrängter und umgedeuteter Kulte

Viele Monster der Folklore waren einmal etwas anderes. Hinter manchem gehörnten Dämon, hinter mancher kinderfressenden Hexe und manchem grollenden Riesen steht der Verdacht, dass dort einst eine Gottheit verehrt wurde, an deren Stelle ein Schrecken getreten ist. Die religionsgeschichtliche Beobachtung dahinter lautet schlicht: Wenn ein Glaubenssystem ein älteres ablöst, verschwinden dessen Götter selten spurlos. Häufiger werden sie umgedeutet, abgewertet, in das Schattenreich der neuen Religion verschoben. Aus dem Empfänger von Opfern wird ein Versucher, aus der Schutzherrin der Geburt eine Kindsräuberin, aus dem Herrn der Tiere der Gehörnte, vor dem man sich bekreuzigt. Dieser Beitrag verfolgt diesen Mechanismus durch mehrere Kulturen und Epochen. Er nennt die bekanntesten Beispiele, benennt aber auch die Grenzen der These, denn nicht jeder Dämon war ein gestürzter Gott, und die Forschung streitet darüber, wie weit die Linie wirklich trägt.

Der Mechanismus: eine Götterdämmerung von unten

Religionswechsel sind selten saubere Schnitte. Wo eine Missionsreligion auf einen gewachsenen Volksglauben trifft, verschwindet das Alte nicht über Nacht. Die vertrauten Festtermine, die heiligen Quellen, die Namen der Mächte, die man um Regen, Fruchtbarkeit und Schutz angerufen hat, bleiben im Alltag der Menschen präsent. Die neue Religion steht damit vor einem Problem: Sie muss erklären, was diese alten Mächte denn nun sind, wenn sie keine Götter mehr sein dürfen.

Die häufigste Lösung ist nicht die schlichte Leugnung, sondern die Umdeutung. Die alten Götter werden nicht für nicht-existent erklärt, sondern für real und böse. Aus Konkurrenten um die Verehrung werden Dämonen, Verführer, Götzen, hinter denen finstere Mächte stehen. Diese Bewegung lässt sich als eine Art Götterdämmerung von unten beschreiben: Die alten Gottheiten stürzen nicht in einer kosmischen Schlacht, sondern werden im Lauf von Generationen leise nach unten gereicht, von der Höhe des Altars in die Niederungen des Aberglaubens, vom Tempel an den Waldrand, vom Gebet in die Warnung.

Dieser Vorgang hat eine theologische und eine soziale Seite. Theologisch bietet die Dämonisierung eine bequeme Erklärung dafür, warum Menschen die alten Mächte überhaupt verehrt haben: Sie waren getäuscht. Sozial erlaubt sie es, weiter bestehende Praktiken, etwa Erntebräuche oder Heilrituale, als Teufelswerk zu brandmarken und damit zu kontrollieren. Der Religionshistoriker Jeffrey Burton Russell hat in seiner mehrbändigen Geschichte des Teufels gezeigt, wie das christliche Bild des Bösen über Jahrhunderte aus vielen solcher Quellen zusammenwuchs, aus jüdischen, griechischen, persischen und volksreligiösen Vorstellungen, und wie dabei fremde Gottheiten zu Bausteinen einer einzigen Figur des Widersachers werden konnten.

Der Gehörnte: Naturgötter und das christliche Teufelsbild

Das vielleicht bekannteste Beispiel ist die Herkunft der gehörnten Gestalt, die wir heute reflexhaft mit dem Teufel verbinden. Hörner, Bocksbeine, ein wilder, naturverbundener Aspekt: Diese Merkmale gehören ursprünglich nicht zu einer Verkörperung des Bösen, sondern zu Naturgottheiten der antiken Welt.

Der griechische Pan, Hirtengott mit Bocksbeinen, Hörnern und ungezügelter Lust, ist das deutlichste Vorbild. Er steht für die wilde Natur, für Herden und Wälder, für jenen plötzlichen Schrecken in der Einsamkeit, der bis heute „Panik" heißt. Auch der keltische Cernunnos, der gehörnte Herr der Tiere, dessen Bild unter anderem der Kessel von Gundestrup überliefert, gehört in diese Reihe der gehörnten Naturmächte. Für eine bäuerliche Gesellschaft waren solche Figuren keine Schreckgestalten, sondern Garanten von Fruchtbarkeit und Fülle.

Es wäre allerdings zu einfach, zu behaupten, der Teufel sei einfach Pan in Verkleidung. Die Bibel selbst kennt den Satan zunächst als himmlischen Ankläger, nicht als gehörnten Bock. Das vertraute äußere Erscheinungsbild des Teufels, mit Hörnern, Schwanz, Bocksfüßen und Heugabel, ist eine spätere Bildung, die sich vor allem in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Kunst herausbildete. Was hier geschah, war weniger eine direkte Gleichsetzung als eine bildliche Anleihe: Die christliche Kunst griff auf das verfügbare Repertoire der heidnischen Naturdämonen und Satyrn zurück, um das Böse sichtbar zu machen. Die Hörner des Pan wanderten so über Umwege auf den Kopf des Widersachers, ohne dass Pan selbst je förmlich zum Teufel erklärt worden wäre.

Baba Yaga: gestürzte Totengöttin?

Im slawischen Raum führt die Spur zu einer Figur, die das Folklorepedia-Bestiary ausführlich behandelt: der Baba Yaga. Die alte Frau im Wald, die in einer Hütte auf Hühnerbeinen haust, in einem Mörser fliegt und Reisende ebenso verschlingen wie beschenken kann, ist eine der vieldeutigsten Gestalten der europäischen Märchenwelt.

Die Archäologin Marija Gimbutas vertrat die These, dass hinter solchen ambivalenten Hexen- und Greisinnenfiguren ältere weibliche Gottheiten stehen, insbesondere Gestalten, die über Tod, Wiedergeburt und die Wildnis herrschten. In ihren Arbeiten zum „Alten Europa" deutete sie die Baba Yaga als mögliche Nachfahrin einer slawischen Todes- und Naturgöttin, deren Macht über Leben und Sterben sich in der Märchenfigur noch als Drohung und als Gabe spiegelt. In dieses Bild passt, dass die Baba Yaga nicht eindeutig böse ist: Sie prüft, sie stellt Aufgaben, sie kann Helfer und Vernichterin zugleich sein, eine Ambivalenz, die zu einer Herrin der Schwelle zwischen den Welten gut passen würde.

Baba Yaga, die ambivalente Waldhexe der slawischen Folklore
Die Baba Yaga: Hexe der Märchen, möglicherweise Nachfahrin einer älteren Herrin über Tod und Wildnis. Die These bleibt umstritten.

Diese Deutung ist anregend, aber sie ist und bleibt eine These. Gimbutas' Rekonstruktion einer flächendeckenden, friedlichen Göttinnenkultur des Alten Europa ist in der Fachwelt stark umstritten; viele Prähistoriker halten ihre Schlüsse für zu weitreichend und methodisch nicht ausreichend gestützt. Für die Baba Yaga heißt das: Eine göttliche Vorgeschichte ist denkbar und reizvoll, lässt sich aber nicht beweisen. Die ältesten greifbaren Belege zeigen sie bereits als Märchenfigur, nicht als Göttin. Wer mehr über ihre weitere Verwandlung wissen möchte, findet die Spur bis in die Gegenwart im Beitrag Baba Yaga in der Popkultur.

Leshy, Perchta, Krampus: das slawische und alpine Erbe

Neben der Baba Yaga kennt die slawische Überlieferung eine Fülle von Naturgeistern, deren Stellung sich mit der Christianisierung verschob. Der Leshy, der Herr des Waldes, ist ein gutes Beispiel. In vorchristlicher Vorstellung war er eine mächtige Schutz- und Ordnungsmacht der Wildnis, mit der Jäger und Hirten Abmachungen trafen. Im christlich geprägten Volksglauben rutscht er in die Nähe des Teuflischen: Er wird zum Verführer, der Menschen in die Irre führt, zu einer Gestalt, vor der man sich bekreuzigt. Aus dem Herrn des Waldes wird ein Waldschreck.

Im Alpenraum lässt sich ein ähnlicher Vorgang an Perchta (auch Holda oder Frau Holle) beobachten. In älteren Vorstellungen erscheint sie als Herrin der Winterzeit, als Gestalt, die über Spinnstuben, Fruchtbarkeit und die Seelen der Verstorbenen wacht, eine Figur mit göttlichen Zügen. Im Lauf der Überlieferung spaltet sie sich: Auf der einen Seite bleibt die gütige Frau Holle der Märchen, auf der anderen wird die „schiache Perchta" zur winterlichen Schreckgestalt, die unartige Kinder bestraft und in den Raunächten umgeht. Auch die heutigen Perchtenläufe mit ihren furchterregenden Masken zehren von dieser doppelten Erinnerung.

In diesen Zusammenhang gehört häufig auch der Krampus, der zottelige, gehörnte Begleiter des Heiligen Nikolaus. In der populären Darstellung wird er gern als „heidnisches Überbleibsel" gedeutet, als Rest vorchristlicher Winterdämonen, der von der Kirche in den Dienst des Nikolausbrauchs gestellt worden sei. Auch das ist eine These, die mit Vorsicht zu genießen ist: Die ältesten klaren Belege für den Krampus als Begleitfigur sind verhältnismäßig jung, und der Versuch, ihn direkt auf eine konkrete heidnische Gottheit zurückzuführen, geht über das hinaus, was die Quellen hergeben. Sicher ist, dass die christliche Brauchwelt gehörnte, dämonische Gestalten als Gegenbild zum Heiligen nutzte, weniger sicher, welche genaue „alte Gottheit" hinter ihnen stehen soll. Diese Gestalten erscheinen daher zu Recht auch im Themenfeld Dark Folklore, wo die dunklen Ränder des Brauchtums versammelt sind.

Riesen und Loki: die nordische Überlieferung im christlichen Filter

Ein besonders heikler Fall ist die nordische Mythologie, weil wir sie fast ausschließlich durch ein christlich geprägtes Schrifttum kennen. Die wichtigsten Quellen, die Lieder-Edda und die Snorra-Edda, wurden im hochmittelalterlichen Island aufgezeichnet, also zu einer Zeit, als das Heidentum längst zurückgedrängt war. Snorri Sturluson, der Verfasser der Prosa-Edda, war ein christlicher Gelehrter, der das alte Götterwissen bewahren, aber zugleich einordnen wollte.

Diese Brille verändert den Blick. Die Riesen (Jötnar), die in den Mythen den Göttern gegenüberstehen, erscheinen im überlieferten Text häufig als chaotische, bedrohliche Mächte, als Gegenspieler der Ordnung. Manche Forscher vermuten, dass diese Polarisierung von Göttern und Riesen durch die christliche Aufzeichnung zugespitzt wurde, dass also ältere, ambivalentere Beziehungen zwischen beiden Gruppen nachträglich in ein klareres Gut-Böse-Schema gerückt wurden. Auch Loki, schillernd, listig, weder ganz Gott noch ganz Feind, gewinnt in der überlieferten Gestalt Züge eines Widersachers, die manche an die Rolle des christlichen Teufels erinnern. Ob diese Annäherung schon im heidnischen Glauben angelegt war oder erst durch die christliche Brille entstand, ist in der Forschung umstritten.

Hier zeigt sich eine Feinheit des Mechanismus: Es braucht nicht immer eine offene Verteufelung. Manchmal genügt der Filter der Aufzeichnung, die Tatsache, dass eine fremde Religion bestimmt, welche Geschichten überliefert und wie sie gerahmt werden. Die alten Mächte erscheinen dann nicht als Dämonen mit Namen und Hörnern, aber doch in einem Licht, das nicht mehr ihr eigenes ist.

Lilith, Baal, Beelzebub: der Vordere Orient

Im Vorderen Orient lassen sich einige der am besten dokumentierten Beispiele für die Verschiebung vom Göttlichen ins Dämonische greifen. Lilith ist hier der bekannteste Fall. Ihre Wurzeln reichen vermutlich zu den mesopotamischen lilû und lilītu, nächtlichen Geistwesen der sumerisch-babylonischen Welt. Über verschlungene Wege gelangt eine solche Gestalt in die jüdische Überlieferung, wo Lilith schließlich als Dämonin Kontur gewinnt: als nächtliche Bedrohung, besonders für Wöchnerinnen und Neugeborene, und in späteren Texten als erste, ungehorsame Frau Adams. Festzuhalten ist, dass Lilith nie eine große Schöpfer- oder Hochgöttin war; die ältesten Spuren weisen eher auf eine Klasse von Geistwesen als auf eine verehrte Gottheit. Ihr Weg ist daher weniger ein Sturz vom Thron als eine Verfestigung und Aufladung zur eigenständigen Dämonenfigur.

Klarer liegt der Fall bei Baal. „Baal", wörtlich „Herr", war ein Titel mächtiger Wettergötter im kanaanäisch-levantinischen Raum, allen voran des Sturm- und Fruchtbarkeitsgottes von Ugarit. Aus Sicht der biblischen Autoren, die den ausschließlichen Kult ihres eigenen Gottes durchsetzen wollten, war der Baalskult der Inbegriff des Abfalls. In dieser Polemik wird aus dem fremden Gott ein Götze, ein Nichts hinter dem sich Verführung verbirgt. Aus dem Beinamen Baal Zebul beziehungsweise dem spöttisch verdrehten Baal Zebub („Herr der Fliegen") wird schließlich Beelzebub, im Neuen Testament ein Name für den Fürsten der Dämonen. Hier lässt sich der Weg vom verehrten Herrn zum Höllenfürsten an der Sprache selbst ablesen.

Die Conquista: Götter zu Teufeln in Mesoamerika

Dass dieser Mechanismus nicht auf die Antike beschränkt ist, zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die spanische Eroberung Mesoamerikas. Hier lässt sich die Dämonisierung gleichsam in Echtzeit beobachten, dokumentiert in den Berichten der Eroberer und Missionare selbst.

Die Gottheiten der Mexica und der benachbarten Völker, vielgestaltige Mächte über Sonne, Regen, Mais und Krieg, wurden von den christlichen Beobachtern fast durchgängig als Teufel gedeutet. Was den Einheimischen heilig war, erschien den Missionaren als Werk des Satans; die Tempel wurden als Stätten des Teufelsdienstes betrachtet und niedergerissen, die Bildnisse als Götzen zerschlagen. Zugleich war diese Verteufelung nicht das letzte Wort. In den folgenden Jahrhunderten verschmolzen alte und neue Vorstellungen zu neuen Formen volksreligiöser Praxis, in denen Spuren der vorspanischen Mächte überlebten, oft im Gewand christlicher Heiliger oder als ambivalente Geister am Rand der offiziellen Religion. Die Conquista führt damit beides vor Augen: die Gewalt der Dämonisierung und die Zähigkeit, mit der das Verdrängte fortbesteht.

Wichtig zur Einordnung

„Götter wurden zu Dämonen" ist ein Muster, keine Naturgesetz. Es trifft auf manche Figuren gut zu, auf andere gar nicht. Im Zweifel gilt: erst die Quellen, dann die Deutung.

Gegenrede: nicht jeder Dämon war ein Gott

So verführerisch das Bild vom gestürzten Gott ist, es verlangt nach Zurückhaltung. Die Forschung hat die These der durchgängigen Dämonisierung aus guten Gründen kritisiert, und wer ehrlich mit dem Stoff umgehen will, muss diese Einwände nennen.

Erstens: Dämonen haben eigene Wurzeln. Viele böse Geister der Folklore waren nie Götter. Sie entstanden aus Krankheitsvorstellungen, aus der Angst vor den unruhigen Toten, aus moralischen Warnerzählungen oder aus der schlichten Personifikation von Gefahren wie Sturm, Sumpf oder Dunkelheit. Eine Kindsräuberin am Wochenbett muss keine entthronte Geburtsgöttin sein; sie kann unmittelbar aus der realen Angst vor Kindstod und Kindbettfieber geboren sein.

Zweitens: Die Beleglage ist oft dünn. Gerade bei den spektakulären Fällen, der göttlichen Baba Yaga, dem heidnischen Krampus, der friedlichen Göttinnenkultur des Alten Europa, sind die ältesten Quellen jung und die Rückschlüsse weitreichend. Ronald Hutton hat in seinen Untersuchungen zur Geschichte des modernen Heidentums und der vermeintlich uralten Bräuche immer wieder gezeigt, wie oft angeblich „uralte" Kontinuitäten in Wahrheit jüngere Konstruktionen sind, romantische Rückprojektionen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Sehnsucht nach einer ungebrochenen Linie vom heidnischen Gott zum heutigen Brauch ist verständlich, aber sie verführt dazu, Lücken in der Überlieferung mit Wunschdenken zu füllen.

Drittens: Kontinuität ist nicht Identität. Selbst dort, wo eine alte Gottheit tatsächlich Spuren in einer späteren Schreckgestalt hinterlassen hat, ist die neue Figur nicht einfach die alte in Verkleidung. Sie ist etwas Neues, geformt von neuen Ängsten, neuen Erzählbedürfnissen, neuen sozialen Funktionen. Der Mechanismus der Dämonisierung ist real, aber er ist nur einer von mehreren Wegen, auf denen Monster entstehen, und er erklärt nie das ganze Wesen.

Die redliche Haltung liegt deshalb in der Mitte: Die Dämonisierung verdrängter Gottheiten ist ein gut belegter, kulturübergreifender Vorgang, am klarsten dort, wo wir den Übergang schriftlich verfolgen können, etwa bei Baal und Beelzebub oder in den Berichten der Conquista. Bei den volkstümlichen Figuren ohne dichte Quellenlage bleibt sie eine plausible, aber unbewiesene Möglichkeit, die man als solche kennzeichnen sollte.

Schluss: Monster als Fossilien verlorener Religionen

Vielleicht ist das passendste Bild das des Fossils. So wie ein versteinerter Knochen die Form eines längst ausgestorbenen Lebewesens bewahrt, ohne selbst noch lebendig zu sein, so können manche Monster die Umrisse einer verlorenen Religion bewahren. Im gehörnten Teufel schimmert der Hirtengott, in der Waldhexe vielleicht eine Herrin über Tod und Wildnis, im Höllenfürsten der vergessene Herr des Sturms. Die Verehrung ist erloschen, die Form ist geblieben, umgedeutet, abgewertet, aber nicht ganz getilgt.

Damit wird die Folklore selbst zu einer Art Archiv. Wer ihre Schreckgestalten ernst nimmt und vorsichtig liest, findet in ihnen nicht nur Material für Gruselgeschichten, sondern auch Hinweise auf die religiösen Welten, die vor den heutigen lagen. Man muss dabei den Forscher und den Erzähler in sich unterscheiden: Der Erzähler darf den Schauer genießen, der Forscher muss fragen, was die Quellen wirklich hergeben. Zwischen beidem liegt der ganze Reiz dieses Themas. Eine vertiefende Sammlung solcher Gestalten bietet das Folklorepedia Bestiary.

Quellen & Weiterführendes

  • Gimbutas, Marija: The Goddesses and Gods of Old Europe. University of California Press, 1982.
  • Gimbutas, Marija: The Slavs. Thames & Hudson, 1971.
  • Hutton, Ronald: The Triumph of the Moon: A History of Modern Pagan Witchcraft. Oxford University Press, 1999.
  • Russell, Jeffrey Burton: The Devil: Perceptions of Evil from Antiquity to Primitive Christianity. Cornell University Press, 1977.
  • Folklorepedia Bestiary: Zum Bestiary

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